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Muskelverletzungen im Sport , was tun!?

17. August 2016
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Dr.Martin Herzeg

Facharzt für Orthopädie in Villach berichtet:

 

Bei der Ausübung von unterschiedlichsten Sportarten treten immer wieder Muskelverletzungen auf. Typisch für Verletzungen sind Sportarten, wo etwa ein plötzliches „Start-Stopp“-Bewegungsmuster auftritt, kurze Sprints- oder auch Dreh- und Schlagbewegungen, wodurch es zum Auftreten einer Überdehnungsreaktion der angespannten Muskulatur kommen kann.

Häufige Verletzungen im Muskulaturbereich verursacht durch Sport sind Zerrungen oder Muskelfaserrisse als auch Muskeleinrisse unterschiedlichster Ausprägung. Rein durch klinische Untersuchungen gestaltet es sich immer wieder schwierig Unterscheidung zwischen Muskelzerrungen und Muskelfasereinrissen oder Muskeleinrissen zu unterscheiden, bei ausgeprägteren Verletzungen kann es auch einmal zu einer Delle im Bereich des Muskels kommen (die dann auch relativ leicht tastbar ist) bei betroffenen oberflächlichen Muskelstrukturen. Grundsätzlich kommt es beim Auftreten von Muskelverletzungen (Muskelfaserrissen oder Muskelrissen) zu einer zunehmenden Schmerzsymptomatik sowie Bildung eines Blutergusses (Hämatom) die eine möglicherweise durchzuführende Sportkarenz notwendig macht.  Aufgetretene Verhärtungen im Bereich der Muskulatur können durch eingeleitete physiotherapeutische Maßnahmen und phys. Therapiemaßnahmen meist rasch und problemlos unter Kontrolle gebracht werden.

Risikofaktoren für das Auftreten von Muskelverletzungen: • mangelhaftes Aufwärmen • mangelnde Dehnungsübungen • allgemein ungenügender Trainingszustand (Übermüdung führt zu Überbelastung der Muskulatur, dadurch leicht zu Muskelverletzungen) • vorhergegangene Muskelschädigungen, dadurch höheres Verletzungsrisiko

Mögliche Therapieformen bei aufgetretenen Muskelbeschwerden/Muskelverletzungen nach Sportausübung:

• Bei Auftreten von Beschwerden/Schmerzen unmittelbares Pausieren/Beenden der sportlichen Tätigkeit.

• Anwendung von kühlenden Umschlägen/Cool-Pack (nicht direkt auf die Haut) um Einblutungen und Schwellungen zu minimieren.

• Bandagieren im Sinne einer Kompression, das Legen eines festen Verbandes mit einer elastischen Binde um Einblutungen und größere Hämatome zu vermeiden.  Nicht Abschnüren!!

Hochlagern der betroffenen Extremität, somit lässt sich eine auftretende Schwellung vermindern.

Weitere mögliche Therapiemaßnahmen sind:  Tape-Verbände unmittelbar ab dem ersten Tag, abschwellende Salbenverbände, unterstützend Medikamente, entzündungshemmend, abschwellend und auch muskelrelaxierend.  Ab dem vierten Tag Anwendung von Ultraschallmaßnahmen, physiotherapeutische Maßnahmen, Elektrotherapie bei Muskelfaserrissen.  Sechs Wochen danach keine Dehnungsübungen oder Massagen auch bei Zerrungen für drei Wochen empfohlen. Bei ausgeprägten Muskelrissen keine Dehnungsübungen für bis zu zwölf Wochen.  Rückkehr zum Sport sollte erst ab völliger Schmerzfreiheit wieder stattfinden.

Harmloser präsentiert sich die Situation bei aufgetretenem „Muskelkater“.Ursache dafür sind mikroskopisch kleine Muskelfasereinrisse, wodurch es zu einer Gewebsflüssigkeitseinlagerung kommt und in weiterer Folge zu einer schmerzhaften Schwellungssituation.  Grundsätzlich sollte man therapeutisch diesbezügliche schon die zu starke Belastung über den Trainingszustand hinaus vermeiden, wie oben erwähnt ausreichend Aufwärmen um für eine gute Durchblutung im Bereich der Muskulatur zu sorgen.  Empfohlen werden auch warme Umschläge, warme Bäder, Sauna oder Dampfbad um eine gute Durchblutung und Versorgung der Muskulatur zu gewährleisten um die Muskulatur gut mit Sauerstoff zu versorgen und den Abtransport von Schadstoffen zu fördern.

Für weiterführende Informationen und Beratung wird um entsprechende telefonische Terminvereinbarung in der Ordination in Villach Backsteingasse 8 , unter   0664/302 95 75 gebeten.

Ihr

Dr.Martin Herzeg


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