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Baker-Zyste Kniegelenkschmerzen

27. April 2015
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Baker-Zyste

Die Baker-Zyste ist eine häufig im Kniekehlenbereich auftretende Schwellung, daher früher auch Poplitealzyste genannt. Sie ist eine Ausstülpung der Gelenkskapsel im Bereich des Kniegelenks, diese treten meist als Folge von chron. Kniegelenksschäden, wie z.B. Meniskusschäden oder Knorpelschäden auf. Erstmals beschrieben wurde sie vom englischen Chirurgen William Morrant Baker (1839-1896).

Was bemerkt man?
Vorwiegend treten belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des betroffenen Kniegelenks auf, teilweise auch Ruheschmerzen oder Schmerzen in der Postbelastungsphase nach z.B. Sport.
Manchmal verschwinden die Beschwerden wieder vollständig oder sind zumeist rückläufig. Auftretende Spannungsgefühle auch im Bereich der Wadenmuskulatur sowie auffallend ist oft eine druckempfindliche Schwellung im Bereich der Kniekehle, die auch teilweise zu einer Bewegungseinschränkung des betroffenen Kniegelenks führen kann. Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eine sogenannten „Baker-Zyste“ zu entwickeln, im Zusammenhang mit Grunderkrankungen wie etwa der „Polyarthritis“.

Wie wird eine Baker-Zyste diagnostiziert?
Vorerst ist eine umfassende klinische und manuelle Untersuchung des Kniegelenks notwendig. Weiters wird in den meisten Fällen,um eine genaue Ausdehnung der Baker-Zyste darzustellen und evtl. Begleiterkrankungen wie z.B. einen Meniskusschaden festzustellen eine MRI-Untersuchung notwendig.

Therapie:
Nicht immer ist es notwendig eine Baker-Zyste operativ zu entfernen, vor allem nicht wenn sie keinerlei Beschwerden verursacht. Diesbezüglich ist eine operative Entfernung der Baker-Zyste nicht immer sinnvoll, da durch evtl. aufgetretene chron. Reizzustände im Bereich des Kniegelenks ein „Überdruck“ im Kniegelenk entsteht, und dieser die Baker-Zyste immer wieder „nährt“. Eine umfassende Therapie ist insofern auch notwendig um sozusagen auch die Ursache dieser zu beheben.

Wenn der Schaden im Kniegelenk „repariert“ werden kann, so kann es auch zu einer Rückbildung der Zyste kommen. Ist dies nicht der Fall, besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich auch nach Entfernung die Baker-Zyste wieder nachbildet und ein sogenanntes „Rezidiv“ entsteht.

Ist die Baker-Zyste beispielsweise die Folge eines Meniskusschadens, sollte dieser ebenfalls behandelt werden. Bei Auftreten von Beschwerden können entzündungshemmende Medikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika und Lokalmaßnahmen eingesetzt werden. In vereinzelten Fällen können auch Infiltrationen, etwa mit Cortison, durchgeführt werden.
Spontan kann es auch zum Platzen der Baker-Zyste kommen, was durch plötzlich auftretende belastungsabhängige als auch Ruheschmerzen auffallen kann. Dann kann es auch zu Entzündungserscheinungen des gesamten Unterschenkels kommen.

Für eine umfassende Abklärung sowie kompetente Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung (um telefonische Terminvereinbarung unter 0664-3029575 wird gebeten).

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Dr. Martin Herzeg


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